Ratschläge
Blühpflanzen

Blühpflanzen, die in unseren Gärten, auf Balkonen und in Häusern angebaut sind, gehören zu verschiedenen, im botanischen Sinne oft weit voneinander entfernten Pflanzengruppen, die unterschiedliche Anforderungen bzgl. des Lebensraums, der Pflege und der Düngung haben. Trotz der erwähnten Unterschiede sind einige Elemente der Pflege um ihr schönes Aussehen und richtigen Gesundheitszustand gemeinsam für alle von uns angebauten Sorten.

 

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DIE AUSWAHL DER PFLANZEN

Beim Kauf der Samenkörner und Zwiebeln soll man das Verfallsdatum beachten – der Kauf des Materials mit der aktuellen Nützlichkeit für Saat oder Anpflanzen soll die richtige Vitalität der Pflanzen gewährleisten. Beim Kauf der schon wachsenden Pflanzen soll man besonders ihr Habitus, Anzahl der Verzweigungen, Anzahl der Blütenknospen, für die bestimmte Pflanze richtige Farbe, Beschädigungen und Verfärbungen beachten, die auf Infektionen hinweisen können, die von Krankheiten oder Schädlinge verursacht werden können. Es lohnt sich die geprüften Versorgungsquellen zu benutzen.

Vorbereitung des Bodens

Ein der wichtigsten Elemente der Bodenvorbereitung ist das Erhalten der pH-Reaktion, die für die bestimmte Pflanze oder Pflanzengruppe richtig ist. Die Differenzierung der Anforderungen bzgl. des pH-Wertes ist sehr groß [von sauren (pH unter 5,5) bis leicht alkalisch (pH ungefähr 7)], deswegen ist es notwendig jede von uns angebaute Sorte individuell zu betrachten. Die Änderung der Reaktion während der Vegetation der Pflanzen ist sehr schwierig und außerdem ist für sie ein zusätzlicher, unnötiger Stress.

Der Boden soll den Pflanzen den entsprechenden Zugang zur Feuchtigkeit und Luft (Wurzelatmen) gewährleisten, deswegen kann er weder zu dicht und noch zu locker sein. Ein wichtiges Element, das den Boden (beim Anbau im Boden) in der richtigen Struktur hält, ist die Belieferung mit der richtigen Menge der organischen Substanzen in der Form von z.B. Kuhdünger, Kompost oder fertigen Präparate. Im Falle des Anbaus der Pflanzen in Behältern lohnt es sich fertige, richtig zusammengesetzte Böden zu nutzen.

AUSSAAT UND ANPFLANZEN

Die Mehrheit der von Verkäufern angebotenen Samenkörnern ist ohne spezielle Maßnahmen aussaatfertig. Oft ist es so, dass die Samenkörner mit chemischen Präparaten, die sie vor Krankheiten und Schädlingen schützen, gestärkt sind, was den Pflanzen richtige Wachstums- und Entwickungsbedingungen am Anfang gewährleistet. Man soll sich merken, dass die Samenkörner der gegen Frost empfindlichen Sorten in den Boden relativ spät ausgesät werden sollten, z.B. gegen Mitte Mai, damit ihre Auflaufen nach der Periode des letzten Frühlingsfrostes fallen (“Eisheilige”). Die Samenkörner der gegen Frost robusten Sorten können wir viel früher aussäen, d.h. schon Ende März Anfang April. Zwiebelpflanzen, die in den Boden angepflanzt wurden, schützen wir vor dem Frost, indem wir sie mit dem entsprechenden Streu (Stroh, Blätter, Torf usw.) bedecken, wenn es kälter wird.

Im Falle schon wachsenden Pflanzen, die in Geschäften in Behältern, Töpfen usw. erhältlich sind, ist die Sache relativ einfach. Der Termin des Anpflanzens der Pflanzen dieses Typs hat keine besondere Bedeutung, unter der Voraussetzung, dass er während der Vegetationsperiode nach der Frühlingskälte fällt. Die gekauften Pflanzen nehmen wir aus den Behältern raus, sehen uns den Wurzelblock an und wenn er angefault ist oder es krankheitsbedingte Beschädigungen der Wurzeln gibt, beseitigen wir sie mit Hilfe von einer Gartenschere. Dann pflanzen wir die Pflanzen direkt in den Boden oder in einen größeren Behälter je nachdem welche Pläne wir für die Einrichtung des Gartens oder des Balkons haben. Ein wichtiges Element ist die Dichte der Saat oder des Anpflanzens, die die Größe der voll entwickelten Pflanzen berücksichtigen soll. 

MINERALDÜNGUNG

Die richtige Entwicklung der Blühpflanzen ist vor allem durch die richtige Versorgung mit allen notwendigen Makro- und Mikrostoffen bedingt. Die richtig geführte Düngung lässt die Pflanze den guten Gesundheitszustand behalten, was im Falle der Zierpflanzen besonders wichtig ist. Zur Düngung der Zierpflanzen ist die Anwendung der ganzheitlichen chloridfreien Dünger besonders empfohlen. Das sind Fructus Ogrodnik Fructus Gärtner, Fructus Róża Fructus Rose und Fructus Nawóz do kwiatów Fructus Blumendünger.

PFLEGE

Die unentbehrliche Voraussetzung des richtigen Wachstums der Pflanzen ist die entsprechende Wasserversorgung. Während des Gießens muss man also berücksichtigen:

  • Die Voraussetzungen der Pflanzensorte und ihre Entwicklungsphase – die voll entwickelte Pflanze z.B. aufgrund ihrer Größe (die größere Transpirationsfläche) braucht mehr Wasser als ein Sämling;
  • Bodenart – Pflanzen, die in lockeren Böden mit der kleinen Wasserkapazität wachsen, gießen wir öfter als Pflanzen, die in dichten Böden wachsen;
  • wie viel es regnet – im Falle des Anbaus der Pflanzen draußen. Die Mehrheit der Pflanzensorten bedarf des mittelfeuchten Bodens, der gleichzeitig den Zugang der Bodenluft zu den Wurzeln gewährleistet.

Auf den Pflanzen oft getroffene Schädlinge sind: Blattlaus, Spinnmilbe, Fransenflügler, weiße Fliege, Larven und Raupen der Schmetterlinge. Im Falle der Krankheiten sind Pilze, die verschiedene Krankheiten hervorrufen, die Hauptpathogene.

Die häufigsten Krankheiten sind:

  • Der graue Schimmel – die verbreitete Pilzkrankheit, die sich mit einer grauen Schicht auf den befallenen Organen der Pflanze äußert;
  • Fusariose – sie äußert sich oft damit, dass die Spitzen erst gelb werden und dann sterben, danach folgen ihnen ganze Blätter. Im Falle der Zwiebelpflanzen breitet sich die Krankheit vor allem zusammen mit Zwiebeln aus, deswegen ist die wichtige Maßnahme ihre Stärkung mit einem entsprechenden Fungizid vor dem Anpflanzen.
  • Der echte Mehltau – äußert sich am Anfang mit der Entstehung der mehlähnlichen Schicht auf den oberirdischen Teilen der Pflanze;
  • schwarze Flecken der Rosen – schwarze nekrotische Flecken. Die Krankheit verursacht schnelleres Blätterfallen, schwächt damit die Pflanze und verursacht, dass sie auf den Winter nicht voll vorbereitet sind.

Die wirksame Art und Weise der Sicherung der von uns angebauten Pflanzen vor Krankheiten und Schädlinge ist die Anwendung entsprechender Pestizide. Man soll dabei unbedingt die Bedienungsanleitung der Präparate, insbesondere die Karenz- und Präventionsperioden, beachten.

Ein wichtiges Element, das auf den Gesundheitszustand der Pflanzen den Einfluss hat, ist das sog. Sanitätsschneiden – es beruht auf der Entfernung der Pflanzenteile dann, wenn sie von Krankheiten oder Schädlinge so angegriffen wurden, dass es unmöglich ist, sie zu heilen. Nach dem Verblühen der Pflanzen lohnt es sich auch die Blütentriebe zu entfernen, damit die Pflanzen unnötige Früchte und Samenkörner nicht bilden. Zum Schluss unterscheiden wir auch sog. Korrekturschneiden, das die Bildung der Strauch- oder Baumkrone je nach unserem Wunsch ermöglicht.

 

 

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